Historischer Kraftverkehr 01/2005 Laster-Klinik
Bei JFW genesen auch aussichtslose Fälle
Hoch oben im Norden, im Dunstkreis Bremens und nur einen Steinwurf von der "Hansa-Linie" A1 entfernt, findet man eine der wenigen Adressen in Deutschland, die sich mit Haut und Haar dem rostigen Blech und der maroden Technik alter Nutzfahrzeuge verschrieben haben. Wir haben bei JFW mal hinter die Kulissen geschaut. …mehr |
Fortsetzung Teil 1 Nicht mehr lieferbare oder scheinbar unrettbar verlorene Teile münden bei Jan selten in Resignation, sondern dienen eher als Ansporn bei der Lösung des Problems. Dabei schreckt er auch vor Neuanfertigungen zu vertretbaren Konditionen nicht zurück. "Die Fälle, bei denen wir wirklich passen mussten, kann ich an den Fingern einer Hand abzählen" sagt Jan. …mehr |
Fortsetzung Teil 2 Auf der Suche nach Teilen für die alte Feuerwehr stellte Jan dann fest, dass sich in Deutschland kaum jemand ernsthaft mit dieser Materie befasste. Parallel zu seiner Ausbildung begann er deshalb, in einer baufälligen Scheune nicht minder baufällige Eckhauber zu schlachten. Im Laufe der Zeit kam so ein recht ordentlicher Teile-Fundus zusammen. …mehr |
Fortsetzung Teil 3Alle Fotos: H. Gräf©
Bild 1: Dickschiff vor dem Stapellauf: Dieser Magirus-Deutz Uranus wurde bei JFW im Kundenauftrag bis zur letzten Schraube restauriert.
Bild 2: Geht nicht gibt's nicht: Instandsetzungsarbeiten an der Brems- und Kupplungshydraulik sind eine JFW-Spezialität.
Bild 3: Die Macht im Hintergrund: Auf dem Papier ist Jan Walter der Chef, doch bei Ehefrau Mana laufen die Fäden zusammen. |
Fortsetzung Teil 4 Bild 4: Operation geglückt, Patient heult: Wenn das zwölfzylindrige Deutz-Herz zu schlagen beginnt, schaut Prof. Walter immer sehr andächtig.
|
Fortsetzung Teil 5 Bild 5: Eigenbedarf: In der Schweiz fand sich ein schmucker Magirus 230 D 16 AK, dessen Restaurierung allerdings noch ein Weilchen warten muss. |
Fortsetzung Teil 6 Bild 6: Jungbrunnen für alte Technik: Hinter diesen Toren erwachen nicht nur Deutz-Motoren zu neuem Leben.
Der gesamte Artikel kann auf Wunsch als PDF angefordert werden. |
|
Rotenburger Kreiszeitung - 15.03.2006 Einige Nutzfahrzeuge aus längst vergangenen Tagen
Sottrum (ah). Wenn Oldtimer über die Straßen rollen, bekommen viele Menschen leuchtende Augen. Dass es aber auch Liebhaber von "Nutzfahrzeuge aus längst vergangenen Tagen" gibt, ist weitaus weniger bekannt. "Wir restaurieren historische LKWs und Baumaschinen bis hin zur Alltagstauglichkeit", erzählt Jan-Friedrich Walther, der sich 2002 mit dem Spezialbetrieb in Stapel selbstständig machte. Für den heute 32-Jährigen und seine Frau Mana ist das Unternehmerdasein die Verwirklichung eines großen Traums. Angefangen hat alles mit dem Magirus LF 16 TS aus dem Jahr 1961. "Mit diesem zum Wohnmobil umgebauten Feuerwehrauto führte uns 1993 das Fernweh bis nach Marokko", erinnert sich Mana Walther (30) gerne an die Zeit zurück. Nach der Rückkehr in die Heimat eignete sich der gelernte Landmaschinenmechaniker auf der Suche nach Ersatzteilen für das eigene Wohnmobil immer mehr Wissen über die historischen Maschinen an. Dazu kamen viele Bitten aus dem Bekanntenkreis, bei Reparaturen behilflich zu sein. "Irgendwann war die Nachfrage so groß, dass wir Nägel mit Köpfen gemacht haben", sagt Jan-Friedrich Walther. Aus dem anfänglichen Nebenerwerb wagten die Eheleute zwei Jahre später den Sprung in die Selbständigkeit. Parallel wurde neben dem Wohnhaus eine 440 Quadratmeter große Werkhalle gebaut. Dort können mit Hilfe eines Einträgerbrückenkranes Bauteile mit einem Stückgewicht bis zu 10 Tonnen sicher und präzise montiert werden. In dieser Halle wurde auch das bisher größte Projekt - einen Magirus Deutz A 12.000 Uranus, Baujahr 1956, innerhalb von 3.800 Arbeitsstunden zur Alltagstauglichkeit zu restaurieren – verwirklicht. "Wie alle anderen Fahrzeuge auch, gehört der Magirus einem Kunden", betont der Landmaschinenmechaniker. Dabei ist ihm der Kontakt mit dem Kunden während der Arbeiten besonders wichtig. Dass nicht nur das fertige Fahrzeug zu bewundert ist, zeigt sich auch auf der Internetseite www.JFW-LKW.de die mit viel Liebe zum Detail gestaltet ist.  |
Fortsetzung Als Fotodokumentation sind dort viele technische Einzelheiten zu bewundern. Für die hervorragenden Bilder ist Mana Walter, eine gelernte Fotografin, verantwortlich. Die 30-Jährige kümmert sich ebenfalls um die Gestaltung des Kataloges mit unzähligen Ersatzteilen. …mehr |
|