Historischer Kraftverkehr 01/2005 Laster-Klinik
Bei JFW genesen auch aussichtslose Fälle
Hoch oben im Norden, im Dunstkreis Bremens und nur einen Steinwurf von der "Hansa-Linie" A1 entfernt, findet man eine der wenigen Adressen in Deutschland, die sich mit Haut und Haar dem rostigen Blech und der maroden Technik alter Nutzfahrzeuge verschrieben haben. Wir haben bei JFW mal hinter die Kulissen geschaut. "Magirus-Werkstatt höre ich eigentlich nicht so gerne," meint Jan-F(riedrich) Walter gleich zu Beginn unseres Gesprächs und fügt hinzu "tatsächlich haben wir hier vom Henschel bis zum Krupp schon fast alles kuriert, was es an Lastwagen früher gegeben hat." Was der 31jährige Inhaber des schmucken Backsteinbaus mitten im beschaulichen Ort Stapel dabei verschweigt, ist seine durchaus vorhandene Neigung zur Marke mit dem Ulmer Münster. Seit er 1994 mit einem ausgemusterten Mercur-Löschfahrzeug bis an die algerische Grenze vorstieß, ist er von den Nehmerqualitäten luftgekühlter Deutz-Motoren restlos überzeugt. Tatsächlich waren es in der Hauptsache Magirus-Besitzer, die ihre Fahrzeuge oder Technik-Komponenten bislang in die Hände Jan Walters gegeben haben. Und auch sein umfangreiches Ersatzteilprogramm scheint vordergründig auf Eckhauber & Co. ausgerichtet zu sein. Doch dieser Eindruck täuscht: Vor allem für Bremsanlagen, Kupplungen und Fahrzeughydraulik kann JFW fast alles liefern, was einst in deutschen Nutzfahrzeugen und Baumaschinen verbaut wurde. Auch in seiner Werkstatt ist dieser Bereich eines der Steckenpferde des gelernten Landmaschinenmechanikers. Überholungen anspruchsvoller technischer Baugruppen wie Hauptbremszylinder, Hydraulikpumpen oder Verteilergetriebe gehören zu den Spezialitäten der JFWCrew. |
Fortsetzung Teil 1 Nicht mehr lieferbare oder scheinbar unrettbar verlorene Teile münden bei Jan selten in Resignation, sondern dienen eher als Ansporn bei der Lösung des Problems. Dabei schreckt er auch vor Neuanfertigungen zu vertretbaren Konditionen nicht zurück. "Die Fälle, bei denen wir wirklich passen mussten, kann ich an den Fingern einer Hand abzählen" sagt Jan. …mehr |
Fortsetzung Teil 2 Auf der Suche nach Teilen für die alte Feuerwehr stellte Jan dann fest, dass sich in Deutschland kaum jemand ernsthaft mit dieser Materie befasste. Parallel zu seiner Ausbildung begann er deshalb, in einer baufälligen Scheune nicht minder baufällige Eckhauber zu schlachten. Im Laufe der Zeit kam so ein recht ordentlicher Teile-Fundus zusammen. …mehr |
Fortsetzung Teil 3Alle Fotos: H. Gräf©
Bild 1: Dickschiff vor dem Stapellauf: Dieser Magirus-Deutz Uranus wurde bei JFW im Kundenauftrag bis zur letzten Schraube restauriert.
Bild 2: Geht nicht gibt's nicht: Instandsetzungsarbeiten an der Brems- und Kupplungshydraulik sind eine JFW-Spezialität.
Bild 3: Die Macht im Hintergrund: Auf dem Papier ist Jan Walter der Chef, doch bei Ehefrau Mana laufen die Fäden zusammen. |
Fortsetzung Teil 4 Bild 4: Operation geglückt, Patient heult: Wenn das zwölfzylindrige Deutz-Herz zu schlagen beginnt, schaut Prof. Walter immer sehr andächtig.
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Fortsetzung Teil 5 Bild 5: Eigenbedarf: In der Schweiz fand sich ein schmucker Magirus 230 D 16 AK, dessen Restaurierung allerdings noch ein Weilchen warten muss. |
Fortsetzung Teil 6 Bild 6: Jungbrunnen für alte Technik: Hinter diesen Toren erwachen nicht nur Deutz-Motoren zu neuem Leben.
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Rotenburger Kreiszeitung - 15.03.2006 Einige Nutzfahrzeuge aus längst vergangenen Tagen
Sottrum (ah). Wenn Oldtimer über die Straßen rollen, bekommen viele Menschen leuchtende Augen. Dass es aber auch Liebhaber von "Nutzfahrzeuge aus längst vergangenen Tagen" gibt, ist weitaus weniger bekannt. "Wir restaurieren historische LKWs und Baumaschinen bis hin zur Alltagstauglichkeit", erzählt Jan-Friedrich Walther, der sich …mehr |
Fortsetzung Als Fotodokumentation sind dort viele technische Einzelheiten zu bewundern. Für die hervorragenden Bilder ist Mana Walter, eine gelernte Fotografin, verantwortlich. Die 30-Jährige kümmert sich ebenfalls um die Gestaltung des Kataloges mit unzähligen Ersatzteilen. …mehr |
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